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Der Lebensraum der Rose

Standortwahl

  • Bodenbeschaffenheit

    • Wurzeln sollten sich in lockerem Bodem ausbreiten können.
    • nahezu neutrales pH-Bodenmilieu fördert das Gedeihen.
    • beim Entfernen alter Rosenstöcke sollte an diese Stelle nicht wieder ein Rosengehölz gepflanzt werden, es kann unter Umständen helfen, die umgebende Gartenerde mit entsprechenden Nährstoffgaben wieder ausgewogen aufzufrischen.
      Rosengewächse ( Rose, Apfel, Birne, Kirsche ) können ein Areal im Garten jedoch auch nachhaltig und phänomenal für andere Rosengewächse verderben.

  • Sonnenausrichtung

    • Rosen mögen viel Sonne, eine alltägliche Dauerbestrahlung wird ihre Lebensfreude jedoch dämpfen.
    • SO- oder SW-Ausrichtung, die Schattenphasen ermöglicht, bevorzugen.

  • Umluftung

    • Der Regen tropft der Rose lebenslang auf alle Pflanzenteile.
      Ein stetiges Umwehen der Pflanze sollte gewährleistet sein, damit der Niederschlag schnell verdunstet.
    • Zu starken Böen sollte sie jedoch nicht ausgesetzt werden.

Jahreszeitwahl

  • Herbst

    • ab Oktober, solange der Boden frostfrei ist, gelingt das Verpflanzen von Rosen am besten.

  • Spätherbst

    • geeignetste Pflanzzeit für Rosen.

  • ganzjährig

    • grundsätzlich können Rosen bei ungefrorenem Boden umgesetzt werden.
    • im Frühling verpflanzte Rosen brauchen ein verstärktes Augenmerk hinsichtlich einer ausreichenden Wasserversorgung.
    • die Pflanzzeit ab Ende April bereitet der Rose durch Sonne und Wärme großen Stress.

Wahl der Mittel

  • aus dem Erdreich lösen

    • Vorsicht walten lassen und wenig beschädigen.
    • das Verpflanzen von Rosen, die an einem Standort erst bis zu fünf Jahren stehen, ist überhaupt kein Problem.
    • ab einer fünfjährigen Standzeit gilt die Rose als erwachsen, sie sind robust.
      auch diese können umgepflanzt werden, wenn es gelingt, den Wurzelstock unbeschädigt zu erhalten, dann jedoch eher im Herbst oder bis Ende März.
    • statt des Umsetzens der Rose kann auch die Vermehrung der Pflanze über Stecklinge genutzt werden.
    • steht ein längerer Transport an, zuvor die Blätter entfernen.
    • Wurzelballen möglichst tief - 1-2 Spaten tief - ringsherum abstechen,
      bei älteren, größeren Rosen im Umkreis einen Graben ausheben.
    • soviele Faserwurzeln wie möglich erhalten.

      • Hauptwurzel abtrennen/abhebeln, ziemlich genau unterhalb der Triebe im Erdreich ist der Wurzelstock, diesen unterhalb zwei Spaten tief sauber abtrennen.
        die Wurzeln der Rose wachsen i.d.R. geradewegs nach unten.
        Wurzelecht gepflanzte historische Rosen treiben Ausläufer.
      • beschädigte Wurzelteile entfernen.
      • Blätter entfernen.
      • Triebe kürzen auf ca. 25-40 cm.
        leicht schräg auf drei bis sieben Augen.
        je schwächer der Trieb, desto stärker der Rückschnitt.
      • ( die Pflanze zum Einpflanzen je 20 cm Wurzel und Triebe )

  • lagern und transportieren

    • Vorsicht walten lassen und wenig beschädigen.
    • Rosen können mit nackten Wurzeln transportiert werden.
      Die Wurzeln sollten dann mit feuchten Wickeln versorgt werden.
      Darum noch ein passend großer Plastiksack - fertig ist die Feuchtekammer.
      das funktioniert auch mit Holzwolle und Folie, kühl gelagert bis zu zwei Wocken.
    • Nach längeren Transporten sollten die Rosen bei Ankunft ausgiebig getränkt werden.
      Vierundzwanzig Stunden vor der Pflanzung ins Wasser stellen.
    • Stärkere Wurzeln sollten vor der Pflanzung mit einer sauberen Schere angeschnitten werden.
    • In blattlosem Ruhezustand sind Rosen in Kühlhäuser oder Einschlägen bis zum Austrieb im Frühjahr lagerbar, allerdings mit Qualitätseinbußen.

  • einbetten

    • Pflanzloch tiefgründig lockern
    • bei Gruppenpflanzungen breitflächig ergründen, nicht nur lochweise.
    • keinen Dünger/Kompost ins Pflanzloch geben, bei schlechtem Boden eher Rosenerde verwenden,
      35 Liter kosten etwa acht Euro.
    • nach der ersten Blüte mäßig düngen, Kompost ab dem zweiten bis dritten Rosenstandsjahr in die oberen 5-10 cm des Bodens einarbeiten.
    • Als Größenvorgabe für die Grabung gilt das doppelte Volumen des Wurzelballens.
    • Als Tiefenvorgabe gelten die Knickfreiheit der Wurzeln und die Veredlungsstelle der Rose.
      nach dem Setzen sollte der Knoten etwa drei bis fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen.

      • während des Einfüllens wird die wurzelnackte Rose frei in das Loch gehalten.
      • beim Auffüllen des Lochs wird die Rose leicht gerüttelt, um die enge Ansammlung der Erde um die Wurzel zu erleichtern.
      • Hohlräume sind zu vermeiden.
      • nun um die Rose eine Gießmulde eindrücken und eine zeitlang mit mäßigen Wasserstrahl ( z.B. 10 Ltr. Gießkanne) einschlämmen, Senkungen mit Erde auffüllen und wiederholen.
        mit der Handfläche mit mittlerem Druck andrücken, dass es fest ist.

  • eingewöhnen

    • wie alle Pflanzen braucht die Rose nun vorallem regelmäßig Wasser, um ihr Wurzelwerk kräftig in den Boden treiben zu können.
    • im Spätherbst verpflanzte Rosen sollten um den Ansatz herum mit einer etwa zwanzig Zentimeter hohen Anhäufelung vor Frostschäden geschützt werden.
      Tannen- oder Fichtenreisig isolieren zusätzlich.
    • im ruhenden, ausgereiften Zustand ist die Rose winterhart und auch ein Frost nach der Pflanzung kann ihr nichts mehr anhaben.
    • im Frühjahr verpflanzte Rosen sollten gegen zu starke Sonnenbestrahlung abgeschirmt werden, auch hier empfiehlt sich das Anhäufeln der Rosenmitte bis nur noch die Spitzen der Triebe zu sehen sind. Der Regen wird den Erdhügeln mit der Zeit abtragen.
    • Rosen sind zäh und widerstandsfähig, sie treiben immer wieder aus altem Holz aus.

      • eine im Herbst gepflanzte Rose wird spätestens im Frühlin wieder austreiben.
      • eine im Frühling gepflanzte Rose wird schon im Sommer mit frischem Grün und im Herbst mit Knospenansätzen liebreizen.

Pflanzendichtewahl

  • Wachstum bedenken

    • weitgehend vertikaler Wurzelwuchs.
    • maßgeblicher Faktor sind die oberirdischen Pflanzenteile.
    • die optische Wirkung, subjektive Erwägungen.
      das engere Setzen erzielt eine vollere Wirkung.
    • auch das Wachstum umherstehender Stauden und Sträucher ist bedenkenswert.
      Rosen sind konkurrenzschwach und werden verdrängt.
    • der Wurzelraum im Radius von sechzig Zentimetern sollte eingehalten werden.

  • Infektionsprophylaxe

    • Rosen reagieren unterschiedlich auf schädlichen Befall.
    • eine luftige Anordnung garantiert ein schnelles Abtrocknen.

  • Bodendecker- und Kleinstrauchrosen

    • flache, niederliegende Pflanzen: 40 cm
    • buschig wachsende Sorten: 40 bis 80 cm
    • bogig überhängende Sorten: etwa die halbe Wuchshöhe

  • Beetrosen

    • 3 - 8 Pflanzen pro Quadratmeter

  • Edelrosen

    • 40 bis 50 cm
    • für Rosenreihen 5 Pflanzen für 2 laufende Meter

  • Strauchrosen und Wildrosen

    • einzeln stehende Pflanzen: ca. drei Meter
    • Gruppenpflanzungen: ein Meter
    • bei Wildrosen u.U. 3 Planzen pro Quadratmeter

  • Kletterosen

    • 50 bis 100 cm

  • Zwergrosen

    • 10 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter
    • Faustregel: Abstand ungefähr wie Wuchshöhe

  • Platzenge durch Umpflanzen aus der Welt schaffen

    • sollte alles gut gedeihen und im Laufe der Zeit ungünstig zueinander stehen, dann kann wiederum bedenkenlos alles neu arrangiert werden.

Rosenschnitt

  • im Frühjahr, zur Zeit der Forsythienblüte,

    • Wildtriebe entfernen, am besten Abreissen und Nebenwuchsknospen mitentfernen.
      sie entspringen immer unterhalb der Verdelungsstelle.
      Ihr Laub hat mehr als fünf Fiederblättchen.
    • Nur bei Edel-, Zwerg- und Beetrosen ist das zu unterscheiden.
    • Wildtrieb und Edeltrieb können sich sehr ähnlich sein.
    • Wildwuchs kann bei Stammrosen unterhalb sowie oberhalb der Veredlungsstelle austreiben.
    • alle edlen Triebe werden nun auf 15 bis 20 cm zurückgeschnitten.
      Schnitt etwa 5 mm über den Wuchsknopsen in der Blattachsel (Auge)
    • Grundregel: starker Rückschnitt - starker Austrieb.
    • Alle Triebe und Verästelungen, die dünner als ein Bleistift sind, herausschneiden,
      ebenso verletzte und alte Triebe.
      Das gilt nicht bei Zwerg oder dünntriebigen Pflanzen.
    • Vom Frost geschädigte Pflanzenteile bis ins weiße Mark und hellgrüne Kambium zurückschneiden.
    • Nach dem Schnitt das komplette Laub entfernen, um Infektionen vorzubeugen.
    • Strauchrosen werden etwa um ein Drittel bis zur Hälfte kuppelförmig zurückgeschnitten.
      Sie werden weniger stark geschnitten, um den Austrieb zu schwächen und die Blütenbildung zu stärken.
      Jedes Jahr sollten zwei kräftige Triebe auf etwa 20 cm Bodenhöhe gekürzt werden.

Genauer betrachtet - die Sprache der Rose

  • die Rose gedeiht nicht richtig

    • steht sie am falschen Platz im Garten?

Quellenangabe

  • Gartenwelt.de - zum Umsetzen hier
  • Gartenwelt.de - empfohlene Vorgehensweise zum Ansiedeln hier
  • Gartenwelt.de - zur Pflanzdichte hier
  • Wo-Blumenbilder-Wachsen.de - Tipps zum Versetzen hier
  • Rosenhof-Schultheis.de - Rosen schneiden hier